In der AG Boys Club schaffen wir einen geschützten Raum für Jungs, die im Alltag häufig mit Abwertung, Zuschreibungen und hohen Erwartungen konfrontiert sind, sei es aufgrund von Herkunft, sozialer Lage oder rassistischen Erfahrungen. Viele von ihnen erleben, dass für ihre Wut, Unsicherheit oder Verletzlichkeit wenig Platz ist und sie stattdessen funktionieren oder „stark sein“ sollen.
In der AG können die Jungs über ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen sprechen. Dabei geht es nicht darum, Verhalten vorschnell zu verurteilen, sondern zu verstehen, welche strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen ihren Alltag prägen.
Unsere qualifizierten AG-Leiter arbeiten beziehungsorientiert und machtkritisch. Sie unterstützen die Jungs dabei, Diskriminierung zu erkennen, mit Emotionen konstruktiv umzugehen und alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. So fördern wir Selbstwert, Verantwortungsübernahme und einen respektvollen Umgang miteinander, als Grundlage für persönliche Entwicklung und ein friedlicheres Miteinander im Schulalltag.
Im Boysclub habe ich das erste Mal von den anderen Jungs gehört, wann sie das letzte Mal geweint haben. Das war irgendwie krass und hat gut getan.
— ehemaliger Schüler der Kurt Tucholsky Schule in Neubrück




