Für Organisationen & Institutionen
Intersektionale Schutzkonzepte & Prozessbegleitungen
Organisationen, Institutionen und Schulen tragen Verantwortung für die Menschen, die in ihnen arbeiten, lernen oder Unterstützung suchen. Gleichzeitig entstehen in Organisationen auch Machtverhältnisse, Konflikte und Situationen, in denen Diskriminierung oder Grenzverletzungen stattfinden können. Wir begleiten Organisationen dabei, diese Dynamiken bewusst wahrzunehmen und daraus konkrete Entwicklungsprozesse abzuleiten.
Integrale und diskriminierungskritische Organisationsentwicklung
Organisationen verändern sich nicht nur durch neue Konzepte. Veränderung gelingt, wenn auch Beziehungen, Machtverhältnisse, Kommunikation, Haltungen und Strukturen mit in den Blick genommen werden.
In unserer Prozessbegleitung verbinden wir integrale Organisationsentwicklung mit einer diskriminierungskritischen Perspektive. Integral bedeutet für uns, verschiedene Ebenen einer Organisation zusammenzudenken: die persönliche Haltung einzelner Menschen, die Zusammenarbeit im Team, Kommunikations- und Entscheidungskulturen sowie konkrete Strukturen, Rollen und Abläufe.
Diskriminierungskritisch bedeutet, dabei auch zu fragen: Wie wird in der Organisation entschieden? Wer wird gehört? Wo entstehen Ausschlüsse? Welche unausgesprochenen Regeln prägen die Zusammenarbeit? Und wie können Schutz, Beteiligung und Verantwortung im Alltag verankert werden?
Dabei geht es zum Beispiel um Teamkultur, Leitung, Konflikte, Fehlerkultur, Beteiligung und Schutz vor Diskriminierung. Die Begleitung kann je nach Bedarf unterschiedlich gestaltet werden – etwa in Form von mehrtägigen Fortbildungen, regelmäßigen Jour fixe mit Verantwortlichen oder Arbeitsgruppen, Beratung bei Diskriminierungsvorfällen oder anderen passgenauen Formaten.


Aus der Praxis
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Struktureller Diskriminierungsschutz im Cultra
Ein Schutzkonzept wirkt erst dann, wenn es nicht nur auf dem Papier steht: In der Begleitung des Cultras haben wir Diskriminierungsrisiken sichtbar gemacht und die Verankerung im Team und in den Strukturen gestärkt.
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Workshop zu Zukunft, Gefühlen und Selbstwert
In einem geschlechtergetrennten Workshop an der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen sprachen die Schüler*innen über Zukunft, Gefühle, Selbstwert und belastende Erfahrungen im Alltag.
Intersektionale Schutzkonzeptentwicklung
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der fachlichen Begleitung bei der Entwicklung intersektionaler Schutzkonzepte. Unser Verständnis beinhaltet dabei Diskriminierung als eine Form von Gewalt zu erkennen. Dabei unterstützen wir Organisationen dabei, Risiken für Diskriminierung, Machtmissbrauch und Grenzverletzungen systematisch zu analysieren und darauf aufbauend verbindliche Strukturen zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem Präventionsmaßnahmen, klare Zuständigkeiten, transparente Beschwerdeverfahren sowie Handlungssicherheit für Mitarbeitende.
Ein intersektionaler Ansatz berücksichtigt, dass unterschiedliche Formen annehmen kann und sich soziale Ungleichheiten überschneiden. Schutzkonzepte müssen diese Realität in ihren Strukturen und Verfahren mitdenken.
Unsere Arbeitsweise: Unsere Beratung ist keine reine Wissensvermittlung. Wir arbeiten dialogisch, prozessorientiert und nah an der Praxis. In gemeinsamen Reflexions- und Entwicklungsprozessen unterstützen wir Organisationen dabei, tragfähige Strukturen aufzubauen, Verantwortung zu klären und eine Organisationskultur zu stärken, die Schutz, Transparenz und Handlungsfähigkeit ermöglicht.

Diskriminierung als Gewalt erkennen:
Durch Wissensvermittlung schaffen wir ein gemeinsames Verständnis von Diskriminierung und ihren Auswirkungen.
Strukturen analysieren, Risiken erkennen:
Wir untersuchen Strukturen, Prozesse und Machtverhältnisse, um Diskriminierungsrisiken und blinde Flecken sichtbar zu machen.
Bausteine Schritt für Schritt erarbeiten und verankern: Gemeinsam entwickeln wir passgenaue Bausteine und Strukturen, z. B.: Kommunikation, Prävention, Beschwerdewege, Zuständigkeiten, Handlungssicherheit
Bestehende Ressourcen und Stärken erkennen: Wir verschaffen uns einen Überblick über vorhandene Ressourcen, Kompetenzen, Strukturen und bereits bestehende Ansätze in der Organisation.
Prozessbegleitung von Schulen
Durch unsere kontinuierliche Arbeit im schulischen Ganztag, diskriminierungskritische Bildungsarbeit mit Schüler*innen & Lehrkräften und unsere Weiterbildungen im Bereich Coaching, Organisationsentwicklung und Lernkultur bringen wir sowohl praktische Schulerfahrung als auch prozessbegleitende Expertise mit. Wir unterstützen Schulen dabei, Veränderungsprozesse bewusst zu gestalten, z.B. im Umgang mit Vielfalt, Beteiligung, Konflikten, Schutzkonzepten, Teamkultur oder diskriminierungssensibler Lern- und Schulkultur.
Dabei arbeiten wir nicht mit fertigen Lösungen von außen, sondern begleiten Schulen dabei, eigene Bedarfe zu klären, vorhandene Ressourcen zu nutzen und konkrete nächste Schritte zu entwickeln. Die Begleitung kann in Form von Fortbildungen, Prozessberatung, Arbeit mit Steuergruppen, pädagogischen Tagen oder regelmäßigen Reflexions- und Planungstreffen stattfinden.

Projekte in Jugendzentren
Neben einzelnen Workshops entwickeln und begleiten wir auch längerfristige Projekte in Jugendzentren.