Projekte in der Demokratischen Republik Kongo

Unsere Arbeit ist geprägt von der Frage, wer Zugang zu Bildung hat und wer nicht. Diese Frage stellt sich nicht nur hier, sondern weltweit. Ein Teil unseres Kernteams ist mit der Demokratischen Republik Kongo verbunden.
Für uns ist es daher selbstverständlich, auch dort Verantwortung zu übernehmen, gerade in Regionen wo niemand hinsieht.

Hintergrund

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahrzehnten von Gewalt, Vertreibung und politischer Instabilität geprägt. Diese Situation ist kein Zufall, sondern das Ergebnis historischer und gegenwärtiger Machtverhältnisse. Koloniale Ausbeutung, internationale Wirtschaftsinteressen und globale Ungleichheiten wirken bis heute fort und tragen dazu bei, dass Konflikte bestehen bleiben und sich immer wieder neu formieren.

Besonders betroffen sind Menschen, die am wenigsten Einfluss auf diese Strukturen haben – insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche. Ihre Lebensrealitäten sind geprägt von täglichen Gewalterfahrungen, eingeschränktem Zugang zu Bildung und fehlenden Schutzräumen. Gleichzeitig entstehen genau hier vielfältige Formen von Widerstand, Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung, die oft unsichtbar bleiben.

Unsere Arbeit setzt an dieser Spannung an: zwischen struktureller Ungerechtigkeit und den Ressourcen, die Menschen dennoch entwickeln. 


Petersprojektion des Kontinents Afrika, die Demokratische Repubik Kongo ist

Pamoja Ville

Pamoja Ville – „pamoja“ bedeutet auf Swahili „zusammen“. Der Name steht für das, was hier entsteht: eine Schule und ein Community Center im Ostkongo, getragen von der Community vor Ort. Aktuell unterstützen wir den Aufbau finanziell und ermöglichen damit die Umsetzung. 


Unser Partnerverein Sikilk’afrika

Sikilika Afrika ist eine lokal verankerte Initiative im Ostkongo, die sich für Kinder und Jugendliche in besonders herausfordernden Lebenssituationen einsetzt. Der Verein verbindet Bildungsarbeit, soziale Unterstützung und kulturelle Praxis. Dabei entstehen Räume für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten, in denen Lernen, Stabilität und persönliche Entwicklung möglich werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kreativen Formaten wie Theaterarbeit. Diese schaffen Ausdrucksmöglichkeiten und unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, Erfahrungen von Gewalt und Verlust zu verarbeiten. Die Arbeit von Sikilika Afrika ist eng mit den Communities vor Ort verbunden und basiert auf einem tiefen Verständnis der lokalen Realitäten. Genau darin liegt ihre Stärke.

Ich möchte da helfen, wo niemand hinschaut. Ich bin selbst im Kongo verwurzelt. Die Situation vor Ort betrifft mich persönlich, nicht nur politisch. Lange war es ein Wunsch von mir, mich für Kinder einzusetzen, die auf der Straße leben und kaum Zugang zu Bildung haben. Gleichzeitig war mir wichtig, dies nicht aus einer „Helfer*innen“-Perspektive heraus zu tun, sondern in Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort. Mit der Partnerschaft mit Sikilika Afrika ist genau das möglich geworden.

— Dii (Vorstand von deepower)