Der Jugendengagementkongress der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist ein bundesweites Vernetzungs- und Weiterbildungsformat für junge engagierte Menschen. Im Rahmen des Kongresses 2025 haben wir einen Empowerment-Workshop gestaltet, der an die Erfahrungen der Jugendlichen anknüpfte und diese mit historischem und politischem Wissen verband.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Rassismus entstanden ist, wie er sich historisch entwickelt hat und warum er bis heute nicht nur auf der Ebene einzelner Vorurteile wirkt, sondern als gesellschaftliches Machtverhältnis fortbesteht. Gerade diese Verbindung von persönlicher Erfahrung und strukturellem Verständnis war für viele Teilnehmende ein wichtiger Zugang.
Dafür arbeiteten wir unter anderem mit Beispielen von Freiheitskämpferinnen sowie mit Zitaten von Unterdrückerinnen. So wurde sichtbar, dass rassistische Denk- und Herrschaftsverhältnisse nicht zufällig entstanden sind, sondern historisch gewachsen sind und politisch legitimiert wurden. Für die Jugendlichen eröffnete das die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in größere gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und eine klarere Sprache für Erlebtes zu finden.
Der Workshop setzte damit nicht nur auf Wissensvermittlung, sondern auch auf Stärkung. Wenn Jugendliche verstehen, dass ihre Erfahrungen Teil größerer gesellschaftlicher Muster sind, kann das entlastend und empowernd wirken. So entstand ein Raum, in dem sie ihre Perspektiven ernst nehmen, Zusammenhänge besser verstehen und sich selbst als handlungsfähig erleben konnten.

