Schlagwort: Intersektionalität

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  • Rassismuskritische Professionalisierung für das Jugendamt Düsseldorf

    Rassismuskritische Professionalisierung für das Jugendamt Düsseldorf

    Im Rahmen einer ganztägigen Fortbildung mit Fachkräften der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben wir gemeinsam darüber gesprochen, welche Auswirkungen Rassismus auf Kinder und Jugendliche haben kann – emotional, sozial und in ihrem Alltag in Jugendzentren und Freizeiteinrichtungen. Dabei ging es zunächst darum, Erfahrungen sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie rassistische Diskriminierung wirkt und welche Verantwortung pädagogische Räume tragen.

    Im Anschluss brachten die Teilnehmenden konkrete Situationen aus ihrer Praxis ein, in denen sie rassistische Aussagen oder diskriminierende Dynamiken erlebt haben. Gemeinsam haben wir diese Fälle besprochen, Perspektiven erweitert und reflektiert, welche strukturellen Bedingungen solche Situationen überhaupt ermöglichen. Besonders wertvoll war für viele der Austausch darüber, wie in solchen Momenten konkret gehandelt werden kann, z.B. im direkten Gespräch mit Jugendlichen, im Team oder auf institutioneller Ebene. So wurde deutlich, wie wichtig ein gemeinsames Verständnis von strukturellem Diskriminierungsschutz für die pädagogische Praxis ist.

  • Struktureller Diskriminierungsschutz im Cultra

    Struktureller Diskriminierungsschutz im Cultra

    In den letzten 1,5 Jahren haben wir das Cultra (auch Studios für kulturelle Bildun) bei der Weiterentwicklung und Ergänzung ihres bestehenden Schutzkonzepts begleitet. Ziel war es, den Prozess fachlich zu strukturieren, die verantwortliche Schutzkonzeptbeauftragte in ihrer Rolle zu stärken und einen diskriminierungskritischen Blick in der Konzeptarbeit zu verankern.

    Im Rahmen regelmäßiger Jour-Fixe-Termine unterstützten wir die Weiterentwicklung einzelner Bausteine des Schutzkonzepts, brachten Struktur in den Arbeitsprozess und begleiteten zentrale Fragen der Umsetzung. Ein besonderer Fokus lag darauf, die strukturelle Verankerung des Schutzkonzepts innerhalb der Organisation zu stärken und Diskriminierungsrisiken im institutionellen Kontext mitzudenken.

    Ergänzend führten wir einen Teamworkshop durch, in dem Mitarbeitende ein gemeinsames Verständnis von strukturellem Gewaltschutz entwickelten. Dabei wurde auch reflektiert, welche Rolle Machtverhältnisse und Diskriminierungsdynamiken im Arbeitsalltag spielen können. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde gemeinsam erarbeitet, wie Grenzverletzungen erkannt, eingeordnet und verantwortungsvoll bearbeitet werden können. Ziel war es, Verantwortlichkeiten im Team zu klären und Handlungssicherheit im Umgang mit sensiblen Situationen zu stärken.

    Bianca hat eine so einfühlsame und bedarfsorientierte Art und Weise, Inhalte zu besprechen, und eine Perspektive und Kompetenz, von der ich immer wieder wahnsinnig viel mitnehmen kann.

    — Schutzkonzeptbeauftrage im Cultra/ Studios für kulturelle Bildung in Brühl

  • Rassismuskritische Bildung in der pädagogischen Praxis

    Rassismuskritische Bildung in der pädagogischen Praxis

    In unseren Schulungen verstehen wir Rassismus als Form von Gewalt. Deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit den historischen Ursprüngen und aktuellen Erscheinungsformen von Rassismus, sondern auch mit seinen Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie auf deren (psychische) Gesundheit. Im Mittelpunkt steht ein ehrlicher und selbstreflektierter Zugang: Welche Bilder und Prägungen tragen wir selbst in uns? Wo wirken strukturelle Muster in unserer Gesellschaft und in unseren Einrichtungen? Wie können wir Verantwortung übernehmen, ohne in Schuldzuweisungen oder Abwehr zu geraten?

    Unsere Fortbildungen arbeiten mit unterschiedlichen Methoden, z.B. fachlichem Input, Videos, Fallbeispielen aus der Praxis, Reflexionsübungen und Austausch in Kleingruppen. Dabei wird auch die Frage nach Kindeswohl und möglicher Kindeswohlgefährdung durch rassistische Erfahrungen aufgegriffen: Wann wird Diskriminierung zu einer ernsthaften Gefährdung für Entwicklung, Selbstwert und Sicherheit? Und welche Handlungsmöglichkeiten haben pädagogische Fachkräfte?

    Ziel ist es, Teilnehmenden mehr Klarheit, Sicherheit und konkrete Werkzeuge für einen diskriminierungssensiblen, verantwortungsvollen Umgang im pädagogischen Alltag zu geben.

    Wir arbeiten seit ca. zwei Jahren mit deepower e.V. in zahlreichen Workshops und Veranstaltungen zusammen und haben den Verein als engagierten und äußerst zuverlässigen Kooperationspartner auf den Gebieten der Rassismuskritik und der Sensibilisierung hinsichtlich von Diskriminierung und Gewalt kennen gelernt. Besonders beeindruckend empfinde ich die Empathie und Professionalität der Mitarbeiter*innen. Sie empfehlen sich den unterschiedlichen Adressat*innen […] als informierte, qualifizierte und praxisnahe Gesprächspartner*innen, die m.E. in herausragender Weise zum Empowerment von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beitragen.

    — Yvonne Rogoll, Regional- als auch Landeskoordinatorin des
    Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in NRW.