Schlagwort: Widerstand

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  • Workshop zu Zukunft, Gefühlen und Selbstwert

    Workshop zu Zukunft, Gefühlen und Selbstwert

    Im Rahmen eines Workshops an der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen arbeiteten wir mit den Jugendlichen in geschlechtergetrennten Gruppen. Die Schüler*innen standen kurz vor dem Abitur und damit in einer Lebensphase, die oft von Druck, Unsicherheit und Zukunftsfragen geprägt ist. Die Aufteilung sollte einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Themen angesprochen werden konnten, für die im gemischten Setting oft weniger Offenheit vorhanden ist.

    Mit den Jungen sprachen wir über Zukunft, Gefühle, Frust und den Umgang mit innerem Druck. Gemeinsam reflektierten wir, was passieren kann, wenn belastende Gefühle unterdrückt werden, und welche Wege es gibt, mit Überforderung oder Wut umzugehen, statt sie in Aggression auszuleben. Austausch, mentale Gesundheit und alltagsnahe Strategien wie Musik, Gespräche und bewusste Selbstregulation spielten dabei eine wichtige Rolle.

    In der Gruppe der Mädchen ging es um Zukunftsfragen, um die Erfahrung, nicht ernst genommen zu werden, und um belastende Erlebnisse im Kontakt mit Jungen, älteren Brüdern oder Männern. Gemeinsam wurde reflektiert, was es braucht, um sich selbst mehr zu glauben, die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen und klarer für sich einzustehen.

    Zum Ende des Workshops wurden die Erfahrungen aus beiden Gruppen wieder zusammengeführt und im Klassenkontext aufgegriffen. So entstand nicht nur Raum für geschützten Austausch, sondern auch für mehr gegenseitiges Verständnis und eine bewusstere Wahrnehmung der Dynamiken innerhalb der Klasse.

    Die haben Themen angesprochen, über die sonst oft nicht gesprochen wird. Besonders wichtig war, dass auch unsere Perspektive als Mädchen Raum bekommen hat. Wir konnten ehrlich sagen, wie wir uns in der Klasse fühlen.

    — Schülerin der Käthe Kollwitz Schule

  • Rassismuskritische Professionalisierung für das Jugendamt Düsseldorf

    Rassismuskritische Professionalisierung für das Jugendamt Düsseldorf

    Im Rahmen einer ganztägigen Fortbildung mit Fachkräften der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben wir gemeinsam darüber gesprochen, welche Auswirkungen Rassismus auf Kinder und Jugendliche haben kann – emotional, sozial und in ihrem Alltag in Jugendzentren und Freizeiteinrichtungen. Dabei ging es zunächst darum, Erfahrungen sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie rassistische Diskriminierung wirkt und welche Verantwortung pädagogische Räume tragen.

    Im Anschluss brachten die Teilnehmenden konkrete Situationen aus ihrer Praxis ein, in denen sie rassistische Aussagen oder diskriminierende Dynamiken erlebt haben. Gemeinsam haben wir diese Fälle besprochen, Perspektiven erweitert und reflektiert, welche strukturellen Bedingungen solche Situationen überhaupt ermöglichen. Besonders wertvoll war für viele der Austausch darüber, wie in solchen Momenten konkret gehandelt werden kann, z.B. im direkten Gespräch mit Jugendlichen, im Team oder auf institutioneller Ebene. So wurde deutlich, wie wichtig ein gemeinsames Verständnis von strukturellem Diskriminierungsschutz für die pädagogische Praxis ist.

  • Workshop beim Jugendengagement Kongress der BPB in Berlin

    Workshop beim Jugendengagement Kongress der BPB in Berlin

    Der Jugendengagementkongress der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist ein bundesweites Vernetzungs- und Weiterbildungsformat für junge engagierte Menschen. Im Rahmen des Kongresses 2025 haben wir einen Empowerment-Workshop gestaltet, der an die Erfahrungen der Jugendlichen anknüpfte und diese mit historischem und politischem Wissen verband.

    Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Rassismus entstanden ist, wie er sich historisch entwickelt hat und warum er bis heute nicht nur auf der Ebene einzelner Vorurteile wirkt, sondern als gesellschaftliches Machtverhältnis fortbesteht. Gerade diese Verbindung von persönlicher Erfahrung und strukturellem Verständnis war für viele Teilnehmende ein wichtiger Zugang.
    Dafür arbeiteten wir unter anderem mit Beispielen von Freiheitskämpferinnen sowie mit Zitaten von Unterdrückerinnen. So wurde sichtbar, dass rassistische Denk- und Herrschaftsverhältnisse nicht zufällig entstanden sind, sondern historisch gewachsen sind und politisch legitimiert wurden. Für die Jugendlichen eröffnete das die Möglichkeit, eigene Erfahrungen in größere gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und eine klarere Sprache für Erlebtes zu finden.
    Der Workshop setzte damit nicht nur auf Wissensvermittlung, sondern auch auf Stärkung. Wenn Jugendliche verstehen, dass ihre Erfahrungen Teil größerer gesellschaftlicher Muster sind, kann das entlastend und empowernd wirken. So entstand ein Raum, in dem sie ihre Perspektiven ernst nehmen, Zusammenhänge besser verstehen und sich selbst als handlungsfähig erleben konnten.

  • Kunst und Empowerment Workshop für Kids

    Kunst und Empowerment Workshop für Kids

    In unserem Kunst-Empowerment-Workshop setzen sich Kinder zwischen 7 und 14 Jahren mit Themen auseinander, die für ihr Selbstbild, ihr Miteinander und ihre Sicht auf die Welt wichtig sind. Dafür arbeiten wir mit geeigneten Medien wie kurzen Filmen, Bildern, Geschichten oder Gesprächsimpulsen, die einen altersgerechten Zugang zu Fragen von Vielfalt, Ungleichheit, Zugehörigkeit, Ausgrenzung oder unterschiedlichen Lebensrealitäten eröffnen. Die Kinder bekommen so die Möglichkeit, sich mit wichtigen Themen nicht nur inhaltlich, sondern auch auf einer persönlichen Ebene auseinanderzusetzen.

    Im Anschluss werden diese Impulse künstlerisch aufgegriffen und weiterentwickelt. Über Malen, Gestalten, Collagen oder andere kreative Methoden können die Kinder ihre Gedanken, Fragen und Eindrücke in eine eigene Form bringen. So entsteht ein Raum, in dem nicht nur über wichtige Themen gesprochen wird, sondern in dem Kinder auch erleben, dass ihre Sichtweisen Ausdruck finden dürfen und etwas Wertvolles sind.

    Der Workshop verbindet damit mediale Impulse, kreative Praxis und stärkende Erfahrungen. Kunst wird hier zu einer Möglichkeit, sich mit sich selbst und mit der Welt auseinanderzusetzen, eigene Perspektiven sichtbar zu machen und die eigene Stimme weiterzuentwickeln.

    Schon zu Beginn war spürbar, dass sich die Kinder bei Dii sehr wohlgefühlt haben und durch die abwechslungsreichen Aktivitäten schnell miteinander in Kontakt kamen. Besonders die regelmäßigen Reflexionsphasen nach Übungen und Kurzfilmen haben ihnen geholfen, Themen wie Armut und Reichtum, Vielfalt, unterschiedliche Interessen sowie den Umgang mit verschiedenen Meinungen besser zu verstehen. Aus unserer Sicht nehmen die Kinder auf jeden Fall stärkende Impulse aus dem Workshop mit und wir können uns gut vorstellen, dass diese Erfahrungen auch langfristig nachwirken.

    — Organisatorin des Empowerment Workshops für Kids, 
Creating Community Cologne e.V.

  • Empowerment Coaching an Schulen

    Empowerment Coaching an Schulen

    Unser Schüler*innen-Coaching findet direkt im schulischen Umfeld statt und bietet einen vertrauensvollen, geschützten Raum für persönliche Themen, schulische Herausforderungen und Zukunftsfragen. Das Coaching orientiert sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen und setzt an ihrer Lebensrealität, ihren Stärken und ihren Erfahrungen an.

    Empowernd, ressourcenorientiert und strategisch begleiten wir Schüler*innen dabei, eigene Ziele zu klären, Hindernisse besser zu verstehen und konkrete, umsetzbare Schritte zu entwickeln. Gemeinsam werden realistische Meilensteine formuliert – sei es im Umgang mit schulischem Stress, Konflikten, Diskriminierungserfahrungen, Motivationsthemen oder Fragen zur beruflichen Orientierung.

    Dabei geht es nicht nur um schulische Leistung, sondern auch um Selbstvertrauen, Handlungssicherheit und die Fähigkeit, die eigenen Interessen zu vertreten. Das Coaching stärkt Jugendliche darin, ihre Perspektiven ernst zu nehmen, Entscheidungen bewusster zu treffen und ihren Bildungsweg aktiv mitzugestalten.

    deepower war für unsere Schüler*innen ein echter Gewinn. Die Fachkräfte waren präsent, zugewandt und haben schnell Vertrauen aufgebaut. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich sie auf Augenhöhe gearbeitet und die Jugendlichen ernst genommen haben.

    — Koordinatorin Ganztag, SEK I

  • Rassismuskritische Bildung in der pädagogischen Praxis

    Rassismuskritische Bildung in der pädagogischen Praxis

    In unseren Schulungen verstehen wir Rassismus als Form von Gewalt. Deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit den historischen Ursprüngen und aktuellen Erscheinungsformen von Rassismus, sondern auch mit seinen Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie auf deren (psychische) Gesundheit. Im Mittelpunkt steht ein ehrlicher und selbstreflektierter Zugang: Welche Bilder und Prägungen tragen wir selbst in uns? Wo wirken strukturelle Muster in unserer Gesellschaft und in unseren Einrichtungen? Wie können wir Verantwortung übernehmen, ohne in Schuldzuweisungen oder Abwehr zu geraten?

    Unsere Fortbildungen arbeiten mit unterschiedlichen Methoden, z.B. fachlichem Input, Videos, Fallbeispielen aus der Praxis, Reflexionsübungen und Austausch in Kleingruppen. Dabei wird auch die Frage nach Kindeswohl und möglicher Kindeswohlgefährdung durch rassistische Erfahrungen aufgegriffen: Wann wird Diskriminierung zu einer ernsthaften Gefährdung für Entwicklung, Selbstwert und Sicherheit? Und welche Handlungsmöglichkeiten haben pädagogische Fachkräfte?

    Ziel ist es, Teilnehmenden mehr Klarheit, Sicherheit und konkrete Werkzeuge für einen diskriminierungssensiblen, verantwortungsvollen Umgang im pädagogischen Alltag zu geben.

    Wir arbeiten seit ca. zwei Jahren mit deepower e.V. in zahlreichen Workshops und Veranstaltungen zusammen und haben den Verein als engagierten und äußerst zuverlässigen Kooperationspartner auf den Gebieten der Rassismuskritik und der Sensibilisierung hinsichtlich von Diskriminierung und Gewalt kennen gelernt. Besonders beeindruckend empfinde ich die Empathie und Professionalität der Mitarbeiter*innen. Sie empfehlen sich den unterschiedlichen Adressat*innen […] als informierte, qualifizierte und praxisnahe Gesprächspartner*innen, die m.E. in herausragender Weise zum Empowerment von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen beitragen.

    — Yvonne Rogoll, Regional- als auch Landeskoordinatorin des
    Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in NRW.